Chronik - Homepage des SGV Mudersbach

Sauerländischer Gebirgsverein
Abteilung
Siegtal-Mudersbach e. V.
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Chronik

Informationen
25 Jahre SGV-Wanderheim der Abt. Siegtal-Mudersbach                                       
 
 
Die SGV-Abt. war seit Gründung der Abt. (1976) immer bemüht, einen Platz oder ein Haus für ein Wanderheim zu finden.
 
 
Die große Überraschung Am 2. Juni 1985 wurde Klaus Keil vom 1. Vors. der Haubergsgenossenschaft Otto Hellinghausen angesprochen, der verkündete, dass das Haus der Frau Emmi Thomas am Sportplatz abgerissen werden müsse. Er gab uns den Tipp der baldigen Kontaktaufnahme mit Frau Thomas, die schon seit einigen Jahren nicht mehr in dem besagten Haus wohnte. Bei einem Gespräch mit Frau Thomas konnten wir erfahren, dass sie bereit wäre, dem Verein die Immobilie zu schenken. Das Haus, Baujahr 1953 gebaut von den Eheleuten Emmi und Karl Thomas, liegt in der Nähe des Sportplatzes auf einem Grundstück der Haubergsgenossenschaft. Noch am gleichen Tag begaben sich die Gesprächspartner auf den Weg zu dem Haus und besichtigten mit Frau Thomas das Gelände und die Innenräume. Die Anwesenden erkannten, dass man für den Wanderverein das Haus herrichten könnte.
 
Man ging auseinander, um die Angelegenheit zu überschlafen. Dann aber ging schnell alles seinen Weg, die SGV-Mitglieder wurden mit einem Rundschreiben informiert und am 12. Juni 1985 wurde bereits der Schenkungsvertrag mit Frau Thomas abgeschlossen. Ein Pachtvertrag wurde mit dem Hauberg ebenfalls unterschrieben..
 
 
Der erste Arbeitseinsatz fand am Samstag den 15. Juni 1985 statt. Aus dem Tagebuch von Walter Keil ist zu entnehmen: Es waren anwesend Franz Boller, Peter Arndt, Heinrich Quast, Johann Zimmermann, Walter Keil,  Josef Kölzer, Klaus Keil, Jungmitglieder Bettina Keil und Susanne Kölzer. Zunächst wurden Wände entfernt, neue Türlöcher geschlagen, der Boden tiefer gelegt und mit neuem Estrich  aufgebaut, neue Deckenbalken eingezogen, elektr.Leitungen verlegt, Wasserleitungen und Abflüsse eingebaut, alle Wände wurden mit Regipsplatten verkleidet, die Fußböden wurden mit Spanplatten auf Isoliermaterial gelegt, neue Türen eingesetzt usw.. Alle erforderlichen und durchgeführten Arbeiten aufzulisten wäre an dieser Stelle zu viel. Der Chronist möchte aber  hier mit Nachdruck erwähnen, dass Hüttenwart Josef Kölzer alle Arbeiten geplant, vorbereitet und mit durchgeführt hat. Ohne sein handwerkliches Können und ohne seinen persönlichen Einsatz wäre der Ausbau des Wanderheimes nicht so schnell und kostengünstig erfolgt.  Der Erfolg war sichtbar und am Jahresende konnte die Jahresabschlusswanderung im Wanderheim enden. Es war noch alles etwas provisorisch, aber es wurde eine gelungene Einkehr mit 30 Personen. Frau Emmi  Thomas war auch gekommen und staunte über die positiven Veränderungen für die Zwecke des SGV. Im Jahr 1986 wurde weiter gewerkelt und im Inneren wurde es immer wohnlicher.
 
 
Einweihung am 16. August 1986
 
Vors. Klaus Keil konnte in seiner Festrede viele Gäste, besonders Jost Peter Weiß vom SGV-Bez. Siegerland, Pfarrer Leo Ehses, (Pfarrer in Mudersbach von 1986 bis 1997) Franz Bauschert von der Gemeinde Mudersbach und viele SGV-Abt. begrüßen. Herr Pastor Leo Ehses weihte das Wanderheim feierlich ein. Frau Emmi Thomas wurde zum Ehrenmitglied der Abt. ernannt und erhielt mit einem Dank für die Schenkung eine Urkunde. Ein Gedicht von Johann Zimmermann wurde von seiner Enkelin Andrea Zimmermann vorgelesen:
 
 
Das Wandern ist des Müllerslust,  so hieß es schon in frühen Zeiten,
 
das dieses Sprichwort Wahrheit ist, soll heute dieses Fest bezeugen.
 
Ist doch der Gang durch die Natur, den Garten Gottes zu durchschreiten,
 
das Grün des Waldes und der Flur, all` ihre Pracht und Schönheit zeigen.
 
Dies alles in sich aufzunehmen, es das Ziel des Wanderers ist.
 
Und dieses Denken weiter geben, betrachtet er als seine Pflicht.
 
Nachdruck diesem Ziel zu geben und diesem Denken Kraft verleih`n
 
Und sichtbar davon Zeugnis geben, geschaffen dieses Wanderheim.       
 
Mög`es Geborgenheit uns geben, ein Domizil der Freude sein,
 
schützen stets vor Sturm und Regen, ein sicherer Hort der Zuflucht sein.
 
Mögen wir viele frohe Stunden, in Eintracht uns des Lebens freuen,
 
die Müh`die damit war verbunden, darf nicht umsonst gewesen sein.
 
Indem wir dieses Heim befehlen in Gottes Schutz und seine Hut,
 
wird’s sein Bestimmen nicht verfehlen und bleiben uns ein teures Gut.
 
 
Schneemassen machten  unser Wanderheim zum Sorgenkind.
 
 
Beim Freiräumen Flachdaches am 15. Febr. 1991 mussten wir feststellen, dass die Konstruktion dem Gewicht der Schneemassen nicht standgehalten hatte. Es musste gehandelt werden und schnell lagen Baupläne und Angebote für ein Satteldach auf dem Tisch. Die Kosten wurden, trotz Eigenleistung, auf ca. 12.000,-- DM ermittelt.. Der Aufbau des vorbereiteten Giebeldaches war sehr schnell aufgeschlagen und der Zimmermann konnte seinen Richtspruch aufsagen:
 
 
                   Nun fast vollendet steht dieser Bau,
 
drum sei nun Gott gepriesen.
 
Für alle Güte die er hat, uns gnädiglich erwiesen.
 
Er mög die Hütte, die Ihr umgebaut, in seine Obhut stellen.
 
Dem Bauherrn aber blühe drin, viel Glück und Wohlergehen.
 
Und vor des Wassers Ungestüm, vor Not und Donnerblitzen,
 
vor Sturm und jeglicher Gefahr, mög` es der Herr beschützen.
 
Ein freudiges Ereignis sei der Tag, der Weihe allen.
 
Zum Zeichen dessen lasse ich ein kräftig Hoch erschallen
 
 
1993 wurde eine neue Inneneinrichtung angeschafft. Gepolsterte Bänke in Maßanfertigung mit den passenden Stühlen. Die Tische wurden separat angefertigt. Die Kosten beliefen sich auf ca. 10.000,- DM.
 
1997 wurde ein Anbau von ca. 4x4 m für die sanitären Anlagen gebaut. In Holzfachwerk von der Fa. Hartmut Krämer in Verbindung mit unserem Fachmann Wanderfreund Josef Kölzer entstand ein zweckmäßiger Raum. Durch die Verlagerung der Toilettenanlagen in den Anbau konnte die Küche erweitert werden.
 
1998 wurden diese Maßnahme in Angriff genommen. Kurzerhand wurde eine Wand abgerissen und die alten Deckenbalken abgenommen, da weiter höher die neuen Balken des Daches eingebaut waren.  An Raumhöhe wurden 30 cm gewonnen.
 
Für den neuen Küchenraum wurden Möbel mit den erforderlichen E-Geräten gekauft.
 
Bei der Gelegenheit wurden auch schon Rohre für eine Gasheizung gelegt, denn bis dato wurde mit einem Gußofen mit Holz und Kohle geheizt. Die Heizung, eine Gastherme, wurde dann pünktlich zum Wintereinbruch installiert. Hinter dem Wanderheim wurden ein Gastank aufgestellt.
 
2001 entstand eine Freisitzüberdachung von ca. 40 m2 zusammen mit neuem Eingangsbereich.
 
2002 wurde ein neuer Fußboden im Hauptraum verlegt.
 
2003 war der Fußboden im Eingangsbereich fällig.
 
2006 musste die Heiztherme erneuert werden.
 
Im gleichen Jahr wurde beschlossen eine neue Decke in den Aufenthaltsraum einzubauen. Die alten Deckenbalken wurden entfernt und eine neue Verkleidung unter die höherliegenden Balken montiert.
 
2007 durch Verlegung von Pflaster unter der Pergola wurde der Freisitz aufgewertet
 
2008 war eine neue Dachabdichtung auf dem Toilettenanbau fällig.
 
2009 ein neuer Drahtzaun ersetzt den Jägerzaun der in die Jahre gekommen war.
 
2010 wird die Außenfasade isoliert, geputzt und gestrichen.
 
 
Zur Osterzeit wird am Wanderheim ein Kreuz und zur Advents- und Weihnachtszeit ein Beleuchtung montiert, die weit in das Siegtal gesehen wird.  
 
 
Viele Arbeitseinsätze, Reparaturen und Verbesserungen wurden am Wanderheim ständig vorgenommen.
 
Für Feiern und Feste, Sitzungen, Tagungen, Einkehrtage bei Wanderungen, Frühschoppen usw. war das Wanderheim die richtige Adresse.
 
 
Der Chronist möchte an dieser Stelle im Namen des Vorstandes allen Helferinnen und Helfern, die sich seit Übernahme des Hauses für den Ausbau und Erhalt eingesetzt haben, herzlich danken
 
Besonderes Dankeschön gehört den Hüttenwarten
 
 
                                Josef Kölzer und Frau Rita  von  1986 bis 1997  
 
                                Otto Morgenschweis † und Frau Marianne  von 1997 bis 2004
 
                                Josef Kölzer und Frau Rita ab 2005
 
 
Mögen auch in Zukunft immer wieder Wanderfreunde bereit sein, sich für diese Sache einzusetzen, damit unser Wanderheim immer ein Hort der Wanderfreundschaft und Geselligkeit bleiben wird.
 
 
Klaus Keil, 1. Vors.
 
 
Jubiläumsfeier:            25 Jahre SGV-Wanderheim, Mudersbach
 
                                              20. Juni 2010
02745 - 1924
Der Schieferstollen
Stollenvorplatz
Grotte Mudersbach
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